Forensik

Debatte: Nomadische europäische Bürgerschaft

Ausgabe 1 | 2019 

Forensische Methoden tragen in ihrer Gestaltung und Übersetzung materieller Spuren zu einem neuen Verständnis der Vergangenheit bei. Sie formen die Beziehungen zwischen Lebenden und Toten und rufen neue Dynamiken von Erinnerung und Trauer hervor. Diese Ausgabe der ZfK widmet sich der Rolle der Forensik in Alltagskultur sowie in Kontexten von (Massen-)Gewalt der weiter zurückliegenden und unmittelbaren Vergangenheit – von kolonialen wissenschaftlichen Praktiken über die Aufarbeitung der NS-Zeit und des Spanischen Bürgerkriegs bis zum zeitgenössischen Mexiko.
Im Debattenteil wird, ausgehend von einem Text Rosi Braidottis, die Möglichkeit einer ‚nomadischen europäischen Bürgerschaft‘ diskutiert.

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THEMA

  • Einleitung
    Gudrun Rath, Kirsten Mahlke, Zuzanna Dziuban
  • Die ›Lehrmittelsammlung‹ von Dr. Rudolf Pöch an der Universität Wien: Anthropologie, Forensik und Provenienz
    Sophie Schasiepen
  • Der Streit um Francos Gebeine: Das »Tal der Gefallenen« und die Exhumierung des Diktators
    Ulrike Capdepón
  • Neue forensische Landschaften: Verschwundene, Suchmanöver und die Arbeit der Bilder in Mexiko
    Anne Huffschmid
  • Forensische Denkmäler und die Umweltgeschichte des Holocausts
    Roma Sendyka
  • Forensik an den Grenzen neu denken: Europäische Gemeinschaft der Toten
    Zuzanna Dziuban

DEBATTE

  • Nomadische europäische Bürgerschaft
    Rosi Braidotti
  • Repliken
    Manuela Boatcă | Estela Schindel | Daniel Thym